Neuer Sensor prüft Kältestabilität von Kraftstoffen
Bis mindestens minus 20° C soll Winterdiesel kältetauglich sein. Doch oft quittieren Dieselautos schon vorher ihren Dienst. Am Technologietransfer-Zentrum Automotive der Hochschule Coburg TAC wurde jetzt ein Sensor entwickelt, der im Kraftstofftank misst, ob der Kraftstoff kurz davor steht fest zu werden.
Bis mindestens minus 20° C soll Winterdiesel kältetauglich sein. Doch oft quittieren Dieselautos schon vorher ihren Dienst. Das stellte der ADAC bereits vor längerem in Tests fest. Bei Frostperioden besteht die Gefahr, dass der Kraftstoff im Autotank einfriert. Der Motor bekommt dann kein Benzin oder Diesel mehr und bleibt liegen. In der Regel tritt das erst wenige Minuten nach dem Motorstart ein, so dass das Fahrzeug dann auf der Straße liegen bleibt.
Für die Bestimmung der Kälteeigenschaften von Treibstoff gibt es die Norm EN 116. Sie legt fest, dass der Kraftstoff abgekühlt und filtriert werden muss, um seine Fließgeschwindigkeit zu bestimmen. Dieses Verfahren ist aufwändig und nach Auffassung des ADAC nicht zuverlässig.
Am Technologietransfer-Zentrum Automotive der Hochschule Coburg TAC wurde jetzt ein Sensor entwickelt, der im Kraftstofftank misst, ob der Kraftstoff kurz davor steht fest zu werden. Er erkennt die Vorstufe von Kraftstoffkristallen und kann den Fahrer warnen oder auch eine Beheizung des Kraftstofffilters auslösen. Der Kältesensor ist so klein, dass er serienmäßig in Kraftstofffilter eingebaut werden kann. Er hat zudem das Potenzial, die Grundlage für ein neues und sicheres Normverfahren zur Messung der Kälteeigenschaften von Kraftstoffen zu legen. Der Kältesensor wurde bereits zum Patent angemeldet.
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